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Inge Hahn

Am Bühl 9

72461 Albstadt-onstmettingen

07432/9837217

ingwerhan@web.de


Hier eine kleine Zusammenfassung, wie's gemacht wird.

Zunächst wird der Ton geknetet wie ein Hefeteig, dann "geschlagen", wie man es nennt. Das heißt, man schneidet den Ton mit einem Nylonfaden, der auf zwei Holzstiften aufgespannt ist, etwa mittig in zwei Teile und schlägt diese aufeinander. Sinn der Übung ist es, die feinen, etwa wie Schiefer strukturierten Plättchen, aus denen der Ton besteht, flach und gerade zu schichten. Dadurch wird der Ton geschmeidig, formbar und weniger bruchanfällig

Dann wird aus einem Teil eine Kugel geformt, die man mit Schwung auf den Scheibenkopf befördert.

Was dann folgt, nennt man "zentrieren". Mit gekonntem Griff drückt man den Ton bei laufender Scheibe so, dass er absolut mittig zentriert läuft. Es darf keine Unwucht drin sein, denn die Zentrifugalkraft würde das Werk verreißen. So manches Stück Ton ist auf diese Weise schon an der Wand gelandet...

 Dann kommen weitere Schritte:

- Boden ziehen

- Wand hochziehen

- ausformen

- oberen Rand verstärken

- versäubern

- vom Scheibenkopf schneiden

Nach ein paar Stunden bis Tagen (je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit) wird das Gefäß lederhart, d.h. es ist schon fest, aber noch feucht. In diesem Stadium erfolgt dann das Abschälen.

Wenn die Gefäße vollständig getrocknet sind, kommen sie das erste Mal in den Ofen bei ca. 800°.

Danach werden sie ein wenig geschmirgelt, der Boden wird mit Latex oder Wachs eingerieben, damit er keine Glasur aufnimmt und nicht an der Ofenplatte hängenbleibt, und dann wird das Gefäß in eine Glasur getunkt. Oder die Glasur wird aufgesprüht, oder aufgepinselt. Dabei muss man darauf achten, dass die Glasur - eine sahneartige Flüssigkeit - die richtige Konsistenz hat.

Dann erfolgt endlich der Glasurbrand bei ca. 1243°. Die Einstellung von Temperaturhöhe, Haltezeit und Abkühlzeit hängen vom Sinterpunkt des Tons und vom Schmelzpunkt der Glasuren ab.

Schauen Sie sich einfach die Videos mal an!